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B I - Natur und Landschaft

1   Landschaftliches Leitbild
 
1.1 Ein ausgewogener Naturhaushalt soll insbesondere im Bayerischen Wald und im Bereich der Donau mit ihren Nebenflüssen erhalten bzw. wiederhergestellt werden.
 
1.2 Die Erholungslandschaften im Bayerischen Wald und im Bereich der Thermalbäder Bad Füssing und Bad Griesbach i. Rottal sollen mit ihren bedeutsamen Land-schaftsstrukturen gesichert und gepflegt werden.
 
1.3 Auf die Schaffung ökologischer Ausgleichsflächen soll in landwirt-schaftlich intensiv genutzten Gebieten, insbesondere südlich der Donau, und in staädtischen Bereichen hingewirkt werden.
 
 
2 Schutz und Pflege der Landschaft
 
2.1 Landschaftliche Vorbehaltsgebiete
 
2.1.1

In landschaftlichen Vorbehaltsgebieten sollen die Eigenart des Landschaftsbildes und charakteristische Landschaftselemente wie  

  • naturnahe, artenreiche Wälder
  • Wiesentäler
  • Trockenrasen, Halbtrockenrasen, Trockengebüsche
  • Hochmoore, Niedermoore
  • Fliesgewässer mit naturnahen Auenbereichen
  • Altwässer
  • Naturturnah stehende Gewässer
  • Flachwasser- und Uferbereiche

erhalten werden.

Hingewirkt werden soll auf

  • die Entwicklung naturnaher Wälder
  • die Schaffung von Ergänzungs- bzw. Ersatzbiotopen
  • die Rekultivierung unter besonderer Berücksichtigung der Biotopentwicklung bei Eingriffen in Natur und Landschaft.
2.1.2

Als landschaftliche Vorbehaltsgebiete werden festgelegt:

  • Teile der Flussauen und, soweit vorhanden, der Hangleiten der Donau, der Kleinen und Großen Laber, der Aitrach, der Isar, der Vils, des Laufenbaches, der Rott, des Inns, des Schwarzen Regens und seiner Nebenflüsse, der Gaißa, der Ilz und ihrer Quellbäche Große Ohe, Mitternacher Ohe und Wolfsteiner Ohe sowie der Erlau
  • Wälder südlich der Donau, insbesondere Wälder zwischen Oberhaselbach, Gemeinde Mallersdorf-Pfaffenberg und Oberschneiding, bei St. Salvator, bei Ortenburg, bei Kößlarn, bei Kirchham und westlich von Passau sowie der Neuburger Wald und der Forst Hart
  • Bereiche im geplanten Naturpark Bayerischer Wald, im Nationalpark Bayerischer Wald und im Nationalparkvorfeld
  • Bereiche im Passauer Abteiland und auf der Wegscheider Hochfläche.

Lage und Abgrenzung der landschaftlichen Vorbehaltsgebiete be-stimmen sich nach Karte 3 “Landschaft und Erholung“ sowie der Tekturkarte „Räumliche Auswirkungen des Flughafens München“ zu Karte 3 „Landschaft und Erholung“, die Bestandteil des Regionalplans sind.
 

2.1.3 Eine weitere Absenkung des Grundwasserspiegels soll insbesondere im Zuge der Isarsanierung vermieden werden. Auf die Erhaltung der ökologischen Ausgleichsfunktionen der Flussauen, vor allem der Auwälder und Altwässer, soll hingewirkt werden.
 
2.1.4 Die durch den Ausbau der Rhein-Main-Donau-Wasserstrasse bedingten unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen auf den Naturhaushalt und das Landschaftsbild sollen auf das unbedingt notwendige Mass beschränkt und so wet wie möglich ausgeglichen werden.
 
 
2.2

Naturschutzgebiete

Als Naturschutzgebiete sollen insbesondere folgende naturnahe Bereiche gesichert und entsprechend gepflegt werden:

  • Altwässer, Auwälder und Streuwiesen an Donau, Isar und Inn
  • Trockenrasen, Halbtrockenrasen und Hangwälder an der Donau
  • Naturnahe Fliessgewässer im Bayerischen Wald
  • Hochmoore und Niedermoore im Bayerischen Wald
  • Bergfichtenwälder im Bayerischen Wald
  • Geologisch und pflanzensoziologisch charakterische Bereiche des Pfahls, sofern er oberflächlich erkennbar ist, und des Jurakalkschollens entlang der Donauverwerfung bei Helmberg und Flintsbach.

Im Grenzgebiet Bayerischer Wald/Böhmerwald soll das System von Schutzgebieten unter der Berücksichtigung des Nationalparks Šumava (Böhmerwald) weiterentwickelt werden.
 

 
2.3

Nationalpark

In dem als Nationalpark Bayerischer Wald zu sichernden Gebiet sollen naturnahe Ökosysteme erhalten und weiterentwickelt werden. Die Entwicklung gemeinsamer Pflege- und Entwicklungskonzepte mit dem angrenzenden Nationalpark Šumava (Böhmerwald) soll angestrebt werden. Insbesondere sollen ökologische Kernzonen für den Schutz gefährdeter Arten und Lebensgemeinschaften abgestimmt werden.
 

 
2.4

Naturpark

Als Naturpark Bayerischer Wald sollen das Gebiet des Landkreises Regen und die nördlich der Donau gelegenen Teile der Landkreise Straubing-Bogen und Deggendorf sowie der Stadt Straubing festgesetzt werden. Die darin liegenden landschaftlichen Vorbehaltsgebiete sollen, soweit sie nicht als Vorrangflächen für den Abbau von Bodenschätzen vorgesehen sind, als Schutzzone ausgewiesen werden. Der Pflege- und Entwicklungsplan des Naturparks Bayerischer Wald soll mit der Zielkonzeption des auf tschechischer Seite angrenzenden Landschaftsschutzgebietes bzw. Nationalparks abgestimmt werden. Im Bereich der Landkreise Freyung-Grafenau und Passau soll in Abstimmung mit dem Nationalpark Šumava (Böhmerwald) in der Tschechischen Republik und mit Oberösterreich ein grenzüberschreitender Naturpark entwickelt werden.
 

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